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Capcoms goldene Serie: Wird 2026 das Jahr des japanischen Ausnahme-Publishers?

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Capcoms goldene Serie: Wird 2026 das Jahr des japanischen Ausnahme-Publishers?
22.04.2026 um 12:50 Uhr - apple_dice
Totgesagte leben länger. Auf kaum einen großen Publisher trifft das derzeit so sehr zu wie auf Capcom. Während Teile der westlichen Spieleindustrie unter ideologischer Überfrachtung, Live-Service-Müdigkeit und kreativer Austauschbarkeit leiden, liefert der japanische Traditionskonzern seit Monaten auffällig konstant ab. Gute Kritiken, starke Verkaufszahlen und vor allem ein erstaunlich klares Gespür dafür, was Spieler eigentlich wollen.

Was sich zuletzt abzeichnete, wirkt inzwischen wie eine Erfolgsreihe.

Mit Monster Hunter Wilds gelang Capcom Anfang 2025 ein Prestige-Erfolg, der Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugte. Danach folgten mit Capcom Fighting Collection 2 und Resident Evil Requiem weitere Veröffentlichungen, die nicht nur solide, sondern teils herausragend aufgenommen wurden. Besonders bemerkenswert: Diese Titel wirken nicht wie Produkte, die einer Agenda untergeordnet wurden, sondern wie Spiele, deren Priorität wieder bei Atmosphäre, Mechanik und Figuren liegt.

Gerade in einer Branche, in der manche Produktionen mehr mit Haltungssignalen als mit Spieltiefe auffallen, ist das keine Nebensache.

Totgesagte leben länger. Auf kaum einen großen Publisher trifft das derzeit so sehr zu wie auf Capcom. Während Teile der westlichen Spieleindustrie unter ideologischer Überfrachtung, Live-Service-Müdigkeit und kreativer Austauschbarkeit leiden, liefert der japanische Traditionskonzern seit Monaten auffällig konstant ab. Gute Kritiken, starke Verkaufszahlen und vor allem ein erstaunlich klares Gespür dafür, was Spieler eigentlich wollen.

Was sich zuletzt abzeichnete, wirkt inzwischen wie eine Erfolgsreihe.

Mit Monster Hunter Wilds gelang Capcom Anfang 2025 ein Prestige-Erfolg, der Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugte. Danach folgten mit Capcom Fighting Collection 2 und Resident Evil Requiem weitere Veröffentlichungen, die nicht nur solide, sondern teils herausragend aufgenommen wurden. Besonders bemerkenswert: Diese Titel wirken nicht wie Produkte, die einer Agenda untergeordnet wurden, sondern wie Spiele, deren Priorität wieder bei Atmosphäre, Mechanik und Figuren liegt.

Gerade in einer Branche, in der manche Produktionen mehr mit Haltungssignalen als mit Spieltiefe auffallen, ist das keine Nebensache.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung an Pragmata. Lange ein Mysterium, nun eines der überraschenden Highlights des Jahres. Das Science-Fiction-Abenteuer überzeugt nicht nur technisch und atmosphärisch, sondern transportiert beiläufig etwas, das in moderner Popkultur fast schon kontraintuitiv wirkt: ein positives Bild von Fürsorge und Elternschaft.

Nicht als platte Moralbotschaft, sondern subtil eingebettet.

Die Beziehung zwischen Hugh und Diana wurde vielfach als emotionale Achse des Spiels hervorgehoben. Und ja, man kann darin durchaus eine stille Gegenbewegung lesen: dass Schutz, Verantwortung und das Elternsein nicht Bürde, sondern Sinn stiften können. Dass ein Blockbuster-Spiel so etwas transportiert, ohne es didaktisch vor sich herzutragen, ist bemerkenswert.

Vielleicht liegt gerade darin ein Teil des Erfolgs.

Denn Capcom scheint verstanden zu haben, was viele Wettbewerber vergessen haben: Spieler suchen keine Vorlesung. Sie suchen gute Welten, starke Figuren und glaubwürdige Konflikte.

Und damit stellt sich fast zwangsläufig die größere Frage: Wird 2026 das Jahr von Capcom?

Viel spricht dafür.

Mit dem noch bevorstehenden Onimusha: Way of the Sword steht ein weiterer Schwergewichtstitel in den Startlöchern. Sollte der neue Onimusha-Ableger die Erwartungen erfüllen, könnte Capcom in einem einzigen Jahr Horror, Sci-Fi, Samurai-Action und Monster-Hunter-Fantasy auf Spitzenniveau besetzt haben. Das wäre nicht nur ein starkes Release-Jahr. Das wäre Dominanz.

Und vielleicht noch mehr als das.

Denn auffällig ist nicht nur die Qualität einzelner Spiele, sondern ein übergeordnetes Muster. Während andere Publisher ihre Identität verwässern, wirkt Capcom fokussierter. Selbstbewusster. Fast altmodisch in der Überzeugung, dass gute Unterhaltung zuerst unterhalten muss.

Eine Haltung, die plötzlich wieder modern wirkt.

Ob daraus ein neues „Goldenes Zeitalter“ für Capcom wird, muss sich zeigen. Aber dass der Publisher derzeit einen Lauf hat, ist kaum zu bestreiten.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe: In einer Branche, die oft vom nächsten Trend getrieben wird, gewinnt ausgerechnet ein Unternehmen, das sich wieder auf klassische Tugenden besinnt.

Spielbarkeit. Stil. Substanz.

2026 könnte deshalb nicht nur ein gutes Jahr für Capcom werden.

Es könnte das Jahr werden, in dem Capcom den Ton angibt.

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